Zahnradsystem

Oft entsteht in unserem christlichen Kopf unterbewusst eine Abstufung der Aufgaben und Begabungen. Obwohl wir eigentlich wissen, dass jeder einzelne Beitrag für Gott wichtig ist. Trotzdem: Oft scheinen die Auffälligen weiter oben auf der Werteskala zu stehen und das System am Laufen zu halten. Das sind meist die Prediger und Evangelisten, diejenigen, die direkt mit Menschen zu tun haben. Diejenigen hingegen, die  weniger offensichtliche Aufgaben verrichten, geraten schnell aus dem Blickfeld, auch aus ihrem eigenen. Nicht nur von treuen Betern, auch vom Hausmeister, finanziellen Unterstützern und Kuchenbäckern hört man immer wieder ein: „Ach, ich hab doch nur ...“ Oft ist ihnen die Bedeutung ihres Beitrages nicht bewusst und in der Folge bilden sie ihre Stärken nicht weiter aus oder hören sogar auf ihre Aufgabe auszuführen.

Wo die Bedeutung der scheinbar kleineren Aufgaben verloren geht, fängt das System „Mission“ an zu knirschen. Ein Mechanismus kann nur einwandfrei laufen, wenn alle Zahnräder nahtlos ineinander greifen. Jeder muss sich seiner Stärke bewusst sein. Denn Mission ist nicht die Arbeit des Missionars, sondern Teamarbeit. Das macht Mut, die Bedeutung seines eignen Zahnraddaseins zu entdecken, anzuerkennen und gegebenenfalls zu ölen, damit es sich munter dreht. Denn, frei nach 1. Kor. 12,27 gesagt: Wir sind das Getriebe Jesu, jeder ein Zahnrad darin. Welches Zahnrad bist du? 

– Elena Schächinger (Praktikantin bei VisioM)

Zurück zur Übersicht

Teilen Sie es gern