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Frauenarbeit, Seminare und Freizeiten

Ich war 28 Jahre alt und hatte noch nie eine Frauenstunde besucht. Wenn ich gefragt worden wäre, was ich mir unter Frauenarbeit vorstelle, hätte ich wohl an Kaffeekränzchen unter Frauen gedacht, die Fahrten ins Blaue unternehmen und Gesangbuchhüllen für den Gemeindebasar häkeln oder ähnliches. Dann entdeckte ich das enorme Potenzial echter Frauenarbeit und entwickelte meine Leidenschaft dafür. Wie das kam, beschreibt meine damalige Lehrerin und Mentorin an der Bibelschule Brake, Anita Hallemann, die mir zum großen Vorbild wurde.

Anita Hallemann erzählt:

1996 – in meinem Unterricht „Frauenarbeit“ sitzt u.a. Elisabeth Schmidt: interessiert, aufmerksam, lernbereit und freundlich. Im Rahmen ihres Christlichen Dienstes gestaltet sie mit mir einen kleinen Frauenhauskreis, und immer, wenn sie mit der Lektion an der Reihe ist, staune ich darüber, mit welcher Einfachheit und Klarheit Elisabeth geistliche Wahrheiten vermitteln kann. Und dann kommt ihre „Examens-Frauenstunde“. Wow – da stimmt alles: ihr souveränes Auftreten, ihre Rhetorik, die Struktur, das Thema…und mein Gedanke ist: geschaffen für die Frauenarbeit. Aber der Herr hatte zunächst andere Pläne. Er führte Elisabeth aufs Missionsfeld, und nun erlebe ich sie „nur“ noch während ihres Heimatdienstes. Und wieder ist es eine wahre Freude, sie auf der Bühne zu sehen, egal, ob bei einem Missionsvortrag oder einer Frauenstunde. Sie gestaltet ihre ansprechenden Themen kreativ und mit Begeisterung. Die Frauen hören ihr gern zu.

Nach zehn Jahren auf dem Missionsfeld beruft Gott Elisabeth zurück nach Brake, und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sie einzuführen in die deutschlandweite Frauenarbeit. Sie gestaltet die Frauenfreizeiten in der Bibelschule mit, und sie begleitet mich auf die Frauenfreizeiten auf Baltrum. Wenn ich Dienstanfragen erhalte und sie aus Zeitgründen gar nicht wahrnehmen kann, empfehle ich mit großer innerer Freiheit Elisabeth, denn ich weiß, dass sie ihre Sache gut macht. Auf diese Weise lernt sie viele Frauen und Gemeinden kennen. Ihr Freundeskreis wächst ebenso wie ihre Beliebtheit. Ihre Vorträge haben geistlichen Tiefgang und kommen seelsorgerlich und herzlich rüber. Meine Empfehlung braucht sie schon längst nicht mehr. Elisabeth ist eine begabte und viel gesuchte Rednerin. „Es gibt keine größere Freude für einen Lehrer, als wenn die Schüler ihn überflügeln.“

30 Jahre Frauenarbeit

Mittlerweile blicke ich auf 30 Jahre Frauenarbeit zurück, die gerade in den letzten 17 Jahren stetig gewachsen ist. Manchmal sage ich scherzhaft, dass ich mich durch Deutschland „futtere“, da Gemeinschaft oft mit gutem Essen zu tun hat. Aber mein Herzensanliegen ist es, Frauen zu helfen, Jünger Jesu zu werden, zu bleiben und mit ihm wachsend unterwegs zu sein. In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, ihnen zu helfen, ihre Identität als Geschöpfe Gottes zu erkennen, anzunehmen und zu Gottes Ehre zu leben. Außerdem sollen Frauen biblisch fundierte Antworten auf ihre Alltagsfragen und -nöte finden, ihre Gaben entdecken und einsetzen. Das alles in einem schönen Rahmen, in dem sie ermutigt, ermahnt und getröstet werden.

In den letzten Jahren legt Gott es mir zunehmend aufs Herz auch jüngere Frauen, die dieses Herzensanliegen teilen, zu ermutigen und anzuleiten. Neben Seminaren für Mitarbeiterinnen in der Frauenarbeit treffe ich mich immer wieder – oft auch online – mit Frauen, die ich als Mentorin in ihrer Frauenarbeit begleiten darf.

Mein Wunsch und Gebet dabei fasst Paulus gut in Kolosser 1,28-29 (NGÜ) zusammen:

„Ihn, Christus, verkünden wir … Wir tun es mit der ganzen Weisheit, die Gott uns gegeben hat. Denn wir möchten jeden dahin bringen, dass er durch die Zugehörigkeit zu Christus als geistlich reifer Mensch vor Gott treten kann. Das ist das Ziel meiner Arbeit; dafür mühe ich mich ab, und dafür kämpfe ich im Vertrauen auf Gottes Kraft…“

Wie wünschte ich mir, alle Einladungen zu Frauenveranstaltungen annehmen zu können, doch meine Zeit und Kraft sind begrenzt – auch dadurch, dass ich zusätzlich bei VisioM gemeinsam mit meinem Mann Seminare und Freizeiten leite für Gemeinden, Jugendliche oder Ehepaare.

Gerade deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn Gott durch diesen Artikel eine Frau zur Mitarbeit bei VisioM berufen würde, die uns als Team bereichert und auch in die Frauenarbeit hineinwachsen könnte. Bist du das vielleicht selbst? Ich freue mich darauf, dich im Team zu haben und dich mit in meine Arbeit hinein zu nehmen und zu begleiten, damit Gott mit dir zu seinem Ziel kommt.

Hier findest du das Stellenangebot als pdf

Freizeit in Oberstdorf

Zum Schluss einer Einladung ins schöne Oberstdorf – ausdrücklich nicht nur für Frauen. Lerne doch vom 23.-30.Mai 2026 – und gerne auch mit Ehepartner oder Freund(inn)en Gott näher kennen anhand seiner Namen und Eigenschaften. Wir freuen uns auf dich!

 

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