„Den Gott, dem du dienst, möchte ich kennenlernen“

Staunend lese ich die Nachricht auf meinem Handy. Hatte meine kleine Hilfeleistung so eine Wirkung hinterlassen? Eigentlich hatte ich aus meiner Sicht nichts Besonderes getan ...

Da fühlte ich mich zu einem zurückliegenden Urlaub in Hongkong erinnert: Ich stand vor der Sperre der Einlasskontrolle einer U-Bahn Station. Der Kartenleser verweigerte meine Fahrkarte. Da hat ein freundlicher Passant geholfen, die Schranke öffnete sich und er war somit mein Held. Meine Begeisterung für ferne Länder lebe ich auch in Deutschland aus. Ich besuche gerne Migranten, die noch nicht lange in Deutschland sind. Ich helfe beim Ausfüllen von Formularen und erkläre die Mülltrennung und andere Dinge.

Aber meine eigentliche Begeisterung ist Jesus. Deshalb zeige ich, wenn ich die Mülltrennung erkläre, dazu das Video von Deutschland-Begleiter.de. Denn dort wird darauf hingewiesen, dass in der Bibel steht, der Mensch solle die Schöpfung bewahren. Dies ist ein super Sprungbrett um anschließend zu fragen, ob ich eine Bibel in der Muttersprache schenken darf. Meistens wird das Angebot dankend angenommen. Es wirkt auch natürlich, zu den verschiedenen kirchlichen Feiertagen die entsprechenden Erklärvideos der Website zu zeigen.

Manchmal begleite ich meine ausländischen Freunde auch zum Amt. Wir verabreden uns über WhatsApp und stehen dann gemeinsam in der langen Warteschlange und ich übersetze oder erkläre Dinge auf Englisch. So was bleibt mir eher negativ in Erinnerung: „Da hast du nur rumgestanden.“ Doch dann erscheint die Nachricht auf dem Handy: „Den Gott, dem du dienst, möchte ich kennenlernen.“ Welch eine Ermutigung! Was für uns wie eine Kleinigkeit aussieht, kann für andere eine riesige Hilfe sein. Jesus sagt: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ (Apg. 1,8) Wie schön, wenn jemand in unserem Zeugnis Jesus Liebe erkennt.

Der Antrag eines Ehepaars wurde genehmigt und sie zogen in eine andere Stadt. Dort hatten sie eine Wohnung gefunden, aber sie besaßen keine Möbel und hatten auch kein Geld, um sich welche zu kaufen, so schliefen die beiden auf dem Fußboden. Auf der Website des Deutschland-Begleiters konnte ich unter der Rubrik „Ansprechpartner“ mit wenigen Klicks eine bibeltreue Gemeinde in der Nähe ihres Wohnortes finden, die ihnen weiterhalf.

Da sieht man, dass es unser großer Gott ist, der Herzen öffnet und Wege vorbereitet. Wir müssen nur in wenigem treu sein (Matthäus 25,23).

Marc Menne

 

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