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Zum Glauben führen

Foto: Balazs Toth, 123rf.com

Zu Jesus begleiten

Für viele ist es nicht vorstellbar, dass Glauben mehr ist, als in die Kirche zu gehen, die Existenz eines Gottes zu bejahen oder ein auswendig gelerntes Gebet zu sprechen. Deshalb sind viele Menschen vom Glauben enttäuscht, da sie ihn als zusätzliche Last erleben. Sie erhalten nicht die Kraft, die sie sich erhofft haben. Doch lebendiger Glaube hat Auswirkungen für das Hier und Jetzt. Er gibt die Erfüllung, wonach wir Menschen uns sehnen und bietet Hoffnung, Frieden und schenkt Vergebung, die an der Wurzel ansetzt. Glauben zu leben bedeutet, eine lebendige Beziehung zu Jesus zu haben und mit ihm zu leben.

Deshalb ist es wichtig, dass Menschen verstehen, worauf sie sich einlassen. Denn Christ-sein bedeutet einen Herrschaftswechsel: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ (Galater 2,20) Das bedeutet:

  • Erkenntnis, dass Schuld im Leben ist, die von Gott und anderen Menschen trennt
  • Berufung auf das Geschenk von Jesus: Er liebt uns und vergibt bedingungslos
  • Bitte um Vergebung: Die Dinge beim Namen nennen
  • Erkenntnis, dass man sein Leben ohne Gott gelebt hat
  • Bitte an Jesus, dass er jetzt ins Leben kommt und das Leben neu macht. Das bedeutet eine Unterordnung unter seine Führung. Viele Menschen haben damit Schwierigkeiten. Doch wer ihn kennenlernt, lernt immer mehr, ihm zu vertrauen. Er erlebt, dass es nichts Besseres gibt, als sich in seine Hände fallen zu lassen.
  • Jetzt prägt Jesus Stück für Stück, verändert Prioritäten und Lebensinhalte, räumt auf und macht neu. Diese persönliche Beziehung zu Jesus kommt nicht von alleine. Es ist ein bewusstes Suchen der Nähe Gottes. Das geschieht durch Gebet, indem man redet und hört(!), was Gott sagt. Also auch in der Stille. Die Suche nach Gott passiert beim Bibellesen mit der Bitte, dass Gott durch die Bibel in die aktuelle Situation redet. Und es geschieht in der Gemeinschaft mit anderen Christen, wo man sich im Glauben gegenseitig herausfordert, motiviert, stärkt, aber auch über Glaubenszweifel reden darf.

Diese Materialien helfen dabei, mit Menschen über die wichtigste Entscheidung im Leben zu reden:


Weitere Gedanken:

  • Gibt es ein „zu früh“? Unserer Meinung nach ja: Nämlich dann, wenn jemand zu einer Entscheidung gedrängt wird, ohne zu wissen, worauf er sich einlässt. Eine Person muss verstanden haben, dass eine Entscheidung für Jesus einen Herrschaftswechsel (Jesus wird der Chef des Lebens) bedeutet und dass Nachfolge auch etwas kostet.
  • Woran erkennt man, dass es dran ist, jemandem die Frage zu stellen, ob er eine Entscheidung für Jesus treffen möchte? Hier gibt es keine Patentantwort. Frage nach, was Dein Gegenüber verstanden hat und was eine Entscheidung für Jesus für ihn bedeutet. Prüfe dies vor Gott.
  • Manchmal fehlt einfach nur der letzte Anstoß: „Was hindert dich, Jesus in dein Leben einzuladen?“
  • Übe keinen Druck aus! Bei Gott gibt es nur Freiwillige. Manchmal braucht ein Mensch noch etwas Zeit, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.
  • In allem kommt es nicht auf eine Methode an, jemand zu Jesus zu führen, sondern auf das Wirken Gottes.


Formulierungshilfe für ein Gebet, wie man einen Anfang mit Jesus macht:
„Herr Jesus, ich danke dir, dass du mich bedingungslos liebst. Es gibt nichts, was ich tun könnte, damit du mich mehr liebst und durch nichts, was ich tue, würdest du mich weniger lieben. Bitte vergib mir meine Fehler und mein Versagen vor dir und anderen Menschen. Danke, dass du für mich gestorben bist und den Tod besiegt hast. Ich glaube an dich. Bitte komme in mein Leben und mache mich zu einem neuen Menschen. Ich möchte mit dir leben und du sollst der Herr meines Lebens sein. Danke, dass ich jetzt zu dir gehöre. Amen.“

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